Gutartige Prostatavergrößerung (BPH): Symptome, Diagnose und Therapie

Die gutartige Prostatavergrößerung ist eine der häufigsten urologischen Erkrankungen bei Männern ab dem 50. Lebensjahr. Durch hormonelle Veränderungen beginnt die Vorsteherdrüse (Prostata) langsam zu wachsen und kann dabei den Harnfluss beeinträchtigen. Wichtig zu wissen: Eine gutartige Vergrößerung der Prostata ist kein Krebs und kann sich auch ohne Behandlung niemals zu Prostatakrebs entwickeln.

Was bedeuten BPH, BPE und BPO?

In der Urologie unterscheidet man drei eng zusammenhängende Begriffe:

  • BPH (Benigne Prostatahyperplasie): Das gutartige Wachstum des Prostatagewebes — betrifft in gewissem Maße nahezu alle Männer im fortgeschrittenen Alter
  • BPE (Benigne Prostatavergrößerung): Bei etwa 50 % der Männer mit BPH führt das Wachstum zu einer tatsächlichen Vergrößerung der Prostata
  • BPO (Benigne Prostataobstruktion): Bei rund der Hälfte der Männer mit BPE drückt die vergrößerte Prostata auf die Harnröhre und behindert den Harnabfluss

Obwohl sich diese drei Zustände unterscheiden, werden die Begriffe im Alltag häufig synonym verwendet.

Symptome einer Prostatavergrößerung (LUTS)

Die Beschwerden betreffen den unteren Harntrakt und werden als LUTS (Lower Urinary Tract Symptoms) zusammengefasst:

  • Häufiger Harndrang: Sowohl tagsüber als auch nachts (Nykturie)
  • Schwacher Harnstrahl: Der Urinfluss ist deutlich abgeschwächt
  • Verzögerter Beginn: Trotz Harndrang dauert es, bis das Wasserlassen beginnt
  • Unterbrochenes Wasserlassen: Der Harnstrahl setzt immer wieder aus
  • Nachträufeln: Nach dem Wasserlassen tropft noch Urin nach
  • Unvollständige Entleerung: Das Gefühl, dass die Blase nicht leer wird
  • Starker, plötzlicher Harndrang: Der manchmal nicht mehr kontrollierbar ist und zu unfreiwilligem Harnverlust (Inkontinenz) führen kann

Viele Männer gewöhnen sich an diese Beschwerden und betrachten sie als normalen Teil des Alterns. Wenn die Symptome jedoch Ihre Lebensqualität spürbar beeinträchtigen, sollten Sie eine ärztliche Abklärung in Betracht ziehen.

Medikamentöse Behandlung

Wenn die Symptome als belastend empfunden werden, stehen verschiedene Medikamentengruppen zur Verfügung:

  • Alpha-Blocker: Entspannen die Muskulatur der Prostata und erleichtern so den Harnfluss
  • 5-Alpha-Reduktase-Hemmer: Verringern das Prostatavolumen über einen längeren Zeitraum
  • Kombinationstherapie: In bestimmten Fällen werden beide Medikamentengruppen gemeinsam eingesetzt

Der passende Therapieplan wird nach einer ausführlichen Untersuchung individuell erstellt.

Operative Behandlung

Reicht eine medikamentöse Therapie nicht aus oder treten Komplikationen auf, kann ein operativer Eingriff sinnvoll sein. Ziel ist die Verbesserung des Harnflusses und die Linderung der Beschwerden. Es gibt verschiedene Operationsverfahren, die je nach Größe der Prostata und individueller Situation ausgewählt werden.

Leiden Sie unter Prostatabeschwerden? Vereinbaren Sie einen Termin bei UROMED, damit wir gemeinsam einen auf Sie abgestimmten Therapieplan erstellen.

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