Nierenkrebs (Nierenzellkarzinom): Diagnose, Therapie und Nachsorge

Nierenkrebs — medizinisch Nierenzellkarzinom — entsteht, wenn Zellen des Nierengewebes bösartig entarten und unkontrolliert wachsen. Die Nieren liegen rechts und links der Wirbelsäule im hinteren Bauchraum und übernehmen lebenswichtige Aufgaben: Sie filtern Abfallprodukte aus dem Blut und regulieren den Flüssigkeitshaushalt des Körpers.

Mit rund 15.000 Neuerkrankungen pro Jahr im deutschsprachigen Raum ist Nierenkrebs vergleichsweise selten. Erfreulicherweise wird er in etwa 75 % der Fälle in einem frühen Stadium entdeckt und ist dann gut behandelbar.

Wie wird Nierenkrebs entdeckt?

Nierenkrebs verursacht im Frühstadium meist keine Beschwerden. In den meisten Fällen wird er als Zufallsbefund entdeckt — etwa bei einer Ultraschalluntersuchung oder einer Computertomografie, die aus einem anderen Grund durchgeführt wurde.

Symptome wie Blut im Urin oder Schmerzen im seitlichen Rückenbereich treten — wenn überhaupt — erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf.

Diagnostik

Zur genauen Abklärung eines Nierentumors stehen moderne bildgebende Verfahren zur Verfügung:

  • Computertomografie (CT): Liefert detaillierte Schichtaufnahmen und zeigt Größe, Lage und Ausdehnung des Tumors
  • Magnetresonanztomografie (MRT): Ergänzende Bildgebung, besonders wenn eine CT nicht möglich ist
  • Biopsie: In bestimmten Fällen wird eine kleine Gewebeprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht

Therapiemöglichkeiten

Die Behandlung richtet sich nach Größe, Lage und Stadium des Tumors sowie nach dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.

Organerhaltende Operation (Teilnephrektomie)

Bei günstiger Lage und kleiner Tumorgröße wird nur der betroffene Teil der Niere mitsamt dem Tumor entfernt. Der Vorteil: Die restliche Niere bleibt erhalten und arbeitet weiter. Studien zeigen, dass diese Methode in vielen Fällen genauso wirksam ist wie die vollständige Entfernung.

Vollständige Nierenentfernung (Nephrektomie)

Bei größeren Tumoren oder ungünstiger Lage kann es notwendig sein, die gesamte Niere zu entfernen. Die verbleibende Niere übernimmt dann die Filterfunktion für den Körper.

Minimalinvasive Verfahren

Beide Operationen können heute häufig laparoskopisch durchgeführt werden — also über kleine Schnitte mit speziellen Instrumenten, was zu einer schnelleren Erholung führt.

Alternative Therapien bei eingeschränkter Operationsfähigkeit

Ist eine Operation aufgrund des Alters oder anderer Erkrankungen zu belastend, gibt es weitere Optionen:

  • Radiofrequenzablation: Der Tumor wird durch Hitze direkt in der Niere zerstört
  • Kryoablation: Zerstörung des Tumors durch extreme Kälte
  • Aktive Überwachung: Bei sehr kleinen Tumoren (unter 4 cm) kann unter engmaschiger Kontrolle zunächst abgewartet werden

Individuelle Behandlungsplanung

Bei der Erstellung Ihres Therapieplans stehen Ihre Bedürfnisse und Ihre körperliche Verfassung im Mittelpunkt. Bei UROMED besprechen wir gemeinsam alle Optionen, deren Vor- und Nachteile sowie die Auswirkungen auf Ihr Leben, um den bestmöglichen Behandlungsweg zu finden.

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