Blut im Harn: Ursachen, Diagnostik und wann Sie handeln sollten
Blut im Urin — ob mit freiem Auge sichtbar oder nur im Labortest nachweisbar — ist ein Symptom, das immer ernst genommen und urologisch abgeklärt werden sollte. Es kann auf Erkrankungen der Harnblase, der Nieren oder der ableitenden Harnwege hinweisen.
Sichtbares und unsichtbares Blut
Man unterscheidet zwei Formen:
- Makrohämaturie: Blut ist im Urin mit freiem Auge erkennbar — der Urin erscheint rötlich oder bräunlich verfärbt.
- Mikrohämaturie: Blutspuren sind nur im Harnstreifentest oder unter dem Mikroskop nachweisbar.
Besondere Vorsicht bei schmerzloser Blutung
Wenn sich Blut sichtbar im Urin zeigt und Sie dabei keine Schmerzen haben (schmerzlose Makrohämaturie), kann dies auf eine ernsthafte Erkrankung wie einen Tumor der Harnblase hinweisen. Eine rasche urologische Abklärung ist in diesem Fall besonders wichtig.
Erhöhtes Risiko für Raucher
Raucher sind besonders gefährdet: Die Giftstoffe aus dem Zigarettenrauch werden über die Nieren ausgeschieden und sammeln sich im Urin an. Über einen längeren Zeitraum können diese Schadstoffe die Blasenschleimhaut schädigen und das Risiko für Blasenkrebs erhöhen.
Wie wird die Ursache abgeklärt?
Im UROMED KompetenzZentrum Urologie stehen moderne diagnostische Verfahren zur Verfügung:
Ultraschalluntersuchung
Eine schmerzfreie Untersuchung, mit der Nieren, Harnleiter und Harnblase bildgebend beurteilt werden können. Steine, Gewebeveränderungen oder Raumforderungen lassen sich so oft rasch erkennen.
Blasenspiegelung (Zystoskopie)
Bei einer Zystoskopie wird ein sehr dünnes Instrument mit Kamera schmerzfrei in die Harnblase eingeführt. So kann die Blasenschleimhaut direkt inspiziert und Veränderungen erkannt werden.
Gute Nachricht: Früh erkannt, gut behandelbar
Selbst bösartige Tumoren der Harnblase sind — wenn sie rechtzeitig entdeckt werden — in der Regel gut behandelbar und oft heilbar. Deshalb gilt: Blut im Urin sollte immer abgeklärt werden, auch wenn es harmlose Ursachen haben kann, etwa nach intensiver körperlicher Belastung.
Zögern Sie nicht, einen Termin bei Ihrem Urologen zu vereinbaren, um Nierensteine oder eine Krebserkrankung sicher ausschließen zu können.